Roberts Kolumne

Roberts Kolumne ist eine Kolumne im klassischen Sinne, mit der Möglichkeit, „Leserbriefe“ zu hinterlassen: Definitiv subjektiv, sanft satirisch und gerne auch mal populistisch.

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Robert vs. Lokalzeitung 1

Eingestellt am 25. Juli 2008 um 00:24 Uhr » TGIF Leserbriefe Medien und Informationen Kommentar

Die Chefredaktion der nordhessischen Monopolzeitung HNA hatte mich zwar um einen Anruf gebeten, wenn ich denn noch Fragen hätte, aber diese Blatt offensichtlich nicht an einem echten Diskurs interessiert zu sein scheint (pures Verteidigen ihrer Position), blieb aus meiner Sicht nur noch eine Frage offen:

Von: Meine Wenigkeit
An: Chefredaktion der HNA
Betreff: Re: [kein Betreff]
Datum: 23. Juli 2008 10:17:04 MESZ

Sehr geehrte Chefredaktion,

diese eine kurze Frage sei mir dann doch noch nach meinem Kurzurlaub erlaubt:

Wie ist es eigentlich möglich, dass ein kommerzieller Zeitungsverlag in einem nicht-kommerziellen Bürgersender Programm macht? Oder sollte ich dies bezüglich lieber bei der LPR nachfragen?

Mit freundlichen Grüßen,
Meine Wenigkeit

Die genannte LPR ist die Landesmedienanstalt für privaten Rundfunk und damit die Aufsichtsbehörde über die nicht-kommerziellen Bürgersender. Unerwartet umgehend erhielt ich Antwort aus der Chefredaktion, die diesmal sogar recht persönlich herüberkommt. Naja, Morgenstund hat Gold im Mund.

Von: Chefredaktion der HNA
Betreff: Antwort: Re: [kein Betreff]
Datum: 23. Juli 2008 10:45:00 MESZ
An: Mich

Hallo, Herr Bienert,

natürlich gelten die Kriterien der LPR - die wäre also Adressat. Wenn Sie "Alszus" meinen - im gesamten Verlauf der Sendung gibt es keinen Hinweis auf die HNA.
Viele Grüße
Chefredaktion

Neben dem unbezahlbaren Betreff dieser Mail möchte ich allerdings noch einmal zwei Sätze aus den beiden Mails aus der Chefredaktion hervorheben:

Wem geht es noch so, dass diese beiden Antworten widersprüchlich klingen? Zur Klärung dieses Nebenschauplatzes sowie einiger anderer, viel gravierender Dinge möchte ich auf Insider-Informationen aus dem Freien Radio Kassel zurückgreifen. Einer Kontaktperson dort hatte ich Inhalte meines Schriftverkehrs mit der Zeitung zugespielt und daraufhin folgende Informationen erhalten:

Um jetzt mal gesellschaftlich zu werden: So einfach kann es also für Unternehmen sein, Propaganda in den Bürgermedien zu machen. Dass darauf bislang noch sonst keiner gekommen ist, kann ich mir eigentlich gar nicht vorstellen.

Doch zurück zu unserer Serie »Lokalzeitung vs. lokaler Rundfunk«: Seitdem die HNA den nicht-kommerziellen Bürgersendern „aus Platzgründen“ ein vollständiges Programm verweigert, sieht die letzte Seite deutlich aufgelockerter aus. Für weißes Papier ist also Platz. Da Freitag ist soll mir diese Spitze erlaubt sein:

Von: Meiner Wenigkeit
An: Kasselredaktion, Chefredaktion
Datum:
Betreff: Abgedrucktes „Programm“ der Bürgersender

Sehr geehrte Kasselredaktion,
sehr geehrte Chefredaktion,

nachdem ich die letzte Seite der HNA nun seit einer Woche sehr genau beobachte, kann ich das von ihnen vorgebrachte Argument des „Platzmangels“ mehr als nachvollziehen. Nun, da das Programm der Bürgersender leider gekürzt erscheint, kommt diese Seite deutlich aufgelockerter daher. Die großen Abstände zwischen den Überschriften erleichtern das schnelle Erkennen der einzelnen Rubriken. Auch wenn die ganzen Leerräume mehr als ausreichten, auch weiterhin den gewohnten und gewünschten Service zu bieten, so ist diese Layoutverbesserung zumindest aus Gründen der Leserlichkeit eindeutig zu begrüßen, so dass man die Inhalte, die auf dieser Seite verbleiben durften, an- bzw. entsprechend zur Kenntnis nehmen kann.

Freundliche Grüße und ein schönes Wochenende wünscht
dieser Kolumnist


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