Roberts Kolumne

Roberts Kolumne ist eine Kolumne im klassischen Sinne, mit der Möglichkeit, „Leserbriefe“ zu hinterlassen: Definitiv subjektiv, sanft satirisch und gerne auch mal populistisch.

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Eingestellt am 20. Februar 2008 um 00:01 Uhr » Netz-Notizen Sicherheit Gesellschaft Zitat des Tages Medien und Informationen Satire

Über den heutigen Tag kann ich nur schmunzeln, wenn ich mir so anschaue, was Journalisten und Blogger „verzapfen“: Die Emailgeschichte der Bundespolizei wird interessanter, die Piratenpartei macht sich in Hamburg mit einem tollen Plakat klar zum Ändern und Telepolis sieht Klaus Zumwinkel als letzten Bolschewisten an.

Staatlicher Emailzugriff „einfach so“?

Am Sonntag machte ein Erlebnisbericht die Runde, der durchaus den Schluss zuließe, dass die Bundespolizei ohne große Probleme auf Emailpostfächer zugreifen könne. Der anonyme Autor des Berichts, bislang der einzige Zeuge, der sich zu Wort gemeldet hat, stößt nicht auf ungeteilte Zustimmung der Leser, oft wird der Verdacht des „Fakes“ geäußert, aber die meisten, die über die Geschichte berichten, vergessen nicht die Floskel wenn das stimmt … Nicht nur ein neuer Beitrag dazu nähren Zweifel, sondern auch die Aussage von United Internet (1&1, Web.de, GMX, …), wie sie es mit den Postfächern halten. Auf der Webseite des Autors findet man nicht nur neue Ergänzungen zum Sachverhalt (der Autor war nur Ohrenzeuge!), sondern sieht auch, wie stark die Geschichte im Netz die Runde macht. Interessant ist, dass eigentlich fast alle, die die Meldung verbreiten, den Sicherheitsbehörden die Schnüffelei zutrauen. Misstrauen der Polizei gegenüber halte ich allerdings für gesellschaftlich gefährlich, hier ist eindeutig die Politik gefragt wieder auf den Boden des Rechtsstaats wieder herunter zu kommen.

Klarmachen zum Ändern!

Das ist das Motto der Piratenpartei in den Wahlkämpfen 2008. Nachdem sie sich in Hessen deutlich geschlagen geben musste, rechnet man sich in Hamburg, wo die Partei besser aufgestellt ist, größere Chancen für die Bürgerschaftswahl aus, wie das Wahlplakat vermuten lässt:

Vertrauen ist gut
Kontrolle ist besser
Kontrolliere den Senat

Die Politiker müssen überwacht werden, nicht die Bürger!

Meiner Meinung nach sollten die Politiker bei den Überwachungsgesetzen keine Ausnahme darstellen. Alleine die Anwesenheit von Verfassungsschützern in diversen Parteien zeigt, dass hier mutmaßlich staatsgefährdende Personen (zu deutsch: Terroristen) involviert sind. Außerdem kann es nicht sein, dass sich Terroristen einfach als Politiker tarnen können um der Überwachung zu entgehen! Dann fehlt ja nur noch die strafrechtliche Immunität und wir haben den Salat.

Zitat des Tages

Ohne Worte, ehrlich: Der Steuersünder als Sozialrebell, mit anderen Worten:

Klaus Zumwinkel ist einer der wenigen echten Revolutionäre. Ein Mann der Tat, der letzte Bolschewist. In nur 24 Stunden hat er aufgeräumt, mit dem ganzen Elitengerede, das gerade unter den neubürgerlichen Enddreißigern Einzug hält. Er hat nachgewiesen, dass "Führungskräfte" keine Vorbilder sind, dass "Leistungsträger" nichts für die Allgemeinheit leisten. Schluss mit dem ganzen Schmu. Keiner, kein Bsirske, kein Lafontaine, schon gar kein Kurz Beck hätte das leisten können. Danke Zumwinkel.

Mehr Steuersünder und Zumwinkels findet der geneigte Leser in der Tagespresse, da brauche ich nicht auch noch darauf herumzureiten.


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