Roberts Kolumne

Roberts Kolumne ist eine Kolumne im klassischen Sinne, mit der Möglichkeit, „Leserbriefe“ zu hinterlassen: Definitiv subjektiv, sanft satirisch und gerne auch mal populistisch.

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Ubuntu (Studio) auf dem MacBook nutzen: Maus und Tastatur

Eingestellt am 15. Februar 2015 um 21:22 Uhr » Forschung und Wissenschaft

Mein MacBook 2,1 (2,16 GHz Core 2 Duo) wird seit längerem nicht mehr von Apple unterstützt (siehe Fußnote 7 unter der Tabelle), d. h. es kann kein aktuelles Mac OS X mehr installiert werden. Vom Betriebssystem hängen allerdings nötige Anwendungsprogramme ab, die so ebenfalls nicht mehr aktualisiert werden können.

Meine ehemalige „Mac-Standard-Installation“

Ubuntu Studio: „Linux for Creative Humans“

Deshalb ist nun ein Ubuntu Studio auf dem MacBook installiert. Dieses Betriebssystem unterstützt die noch tadellose Hardware (Detailinformation im Debian-Wiki) und ermöglicht als aktuelle Installation das Nutzen zeitgemäßer Versionen oben genannter Software. Mit seinem „low latency“-Kernel ist es zudem gut für Live-Performances „kreativer Menschen“ ausgelegt. (Im Gegensatz zum Mixxx unter Mac OS X hängt es unter Ubuntu Studio nicht bei der Wiedergabe eines Titels und gleichzeitiger BPM-Berechnung.)

Das Linux musste allerdings ein wenig an die Eigenheiten des MacBooks angepasst werden. Während das Tastaturlayout die meisten Tasten wie unter Mac OS X platziert, erfordert allerdings die Sonderzeichen und die nur eine Maustaste etwas Nacharbeit.

Erweiterung der Tastatur

Die unterste Zeile einer Standard-Windows-Tastatur sieht wie folgt aus:

STRG, Windows-/Super-Taste, Alt, Leertaste, Alt Gr, Windows-/Super-Taste, Kontxtmenü, STRG

Die unterste Zeile der MacBook-Tastatur unterscheidet sich nicht nur, weil sie kürzer ist:

Fn, CTRL (STRG), Alt, Apfel, Leertaste, Apfel, Enter

Die Funktionalität von Alt Gr benötige ich nicht nur für nützliche Sonderzeichen wie „deutsche“ oder «französische» Anführungszeichen – oder das @ (Internet ohne @ geht gar nicht) –, sondern auch für [eckige] und {geschweifte} Klammern. Da die rechte Apfel-Taste an passender Stelle liegt und unter Linux sonst nicht benutzt wird, wird daraus die neue Alt Gr-Taste. Mit Hilfe von xev und xmodmap habe ich herausgefunden, welchen Key Code die Taste hat (bei mir 134) und welche Funktionalität sie bekommen soll (ISO_Level3_Shift). Dies wird in der Datei ~/.Xmodmap festgelegt und steht ab dem nächsten Anmelden zur Verfügung:

keycode 133 = Pointer_Button3 Pointer_Button2
keycode 134 = ISO_Level3_Shift

Erweiterung des Mauspads

Das Standard-Mauspad hat nur eine Taste, „eine linke“. Rechts- (Kontextmenü) oder Mittelklick (Einfügen unter X11) müssen dem entsprechend unter Zuhilfenahme der Tastatur nachgebildet werden. (Mac OS X kennt immerhin CTRL+Klick als Rechtsklick). Basierend auf einer Diskussion bei Superuser.com und etwas herumprobieren habe ich es (unfreiwillig) geschafft, Rechts- und Mittelklick nur durch Tastendrücke zu ersetzen – und zwar tatsächlich genau am Ort des Mauszeigers (ein Mausklick ist nicht nötig). Dafür werden die linke Apfel-Taste und die Programme xbindkeys sowie xdotool „zur Simulation der Maus“ sowie eine lokale Einstellung in der Datei ~/.xbindkeysrc benötigt:

# rechter Mausklick
# Mod4 + b:1 [1] funktioniert nicht.
# Hiermit wird nur die linke Apfel-Taste verwendet.
"sleep .10 && xdotool click 3"
  m:0x0 + c:133

# mittlerer Mausklick
# Mod4 + shift + b:1 funktioniert ebenfalls nicht.
# Das folgende bedeutet: Shift + linke Apfel-Taste:
"sleep .10 && xdotool click 2"
  m:0x0 + shift + c:133

(Ja, Klicken ohne Maus ist in der Tat noch etwas ungewöhnlich, aber das gibt sich bestimmt mit der Zeit.) Der rechte Mausklick funktioniert allerdings (noch) nicht im Spiel OpenTTD.

Ausblick

Dieser lange Artikel soll der erste Teil einer Serie über die Verwendung von Ubuntu Studio auf einem älteren MacBook sein. Es gibt nämlich noch einiges zu beschreiben (z. B. Nutzung einer Hercules DJ-Konsole mit Mixxx) und entdecken (Wiedererlangung des Zugriffs auf das parallel installierte Mac OS X) …


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