Roberts Kolumne

Roberts Kolumne ist eine Kolumne im klassischen Sinne, mit der Möglichkeit, „Leserbriefe“ zu hinterlassen: Definitiv subjektiv, sanft satirisch und gerne auch mal populistisch.

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Auf den Punkt gebracht

Eingestellt am 05. April 2007 um 19:39 Uhr » Gesellschaft Forschung und Wissenschaft Medien und Informationen

Jeder an der Uni kennt es, jeder Manager muss damit arbeiten, viele ließen sich damit in den Schlaf wiegen: Die Rede ist von Bildschirmpräsentationen, die mittlerweile nur noch „Powerpoint“ genannt werden – so wie „Tempo“ synonym für Taschentuch steht. Obwohl es kein Geheimnis ist, dass man bei Präsentationen genauso viel falsch machen kann, wie es Möglichkeiten zum Brillieren gibt, mehren sich warnende Stimmen:

So bemängelt Michael Klemm in seiner Ausarbeitung Die ganze Welt auf einer Folie – Die schleichende Powerpointisierung unserer Realität, dass das Bild (bzw. in diesem Sinne die Folie) den Inhalt verdrängt, statt auf Rhetorik würde auf Optik Wert gelegt:

Die Macht der schönen Bilder verdrängt die Kraft der freien Rede.
[…]
Aus Zuhörern werden Zuschauer, denen freilich die Fernbedienung fehlt.

Eines der Probleme bei der Bildschirmpräsentation ist laut Klemm, und da geben ihm die Kommentare zur Slashdot-News PowerPoint Bad For Learning recht, das „Eindampfen“ aller Sachverhalte auf kurze Stichpunkte; komplexe Sachverhalte lassen sich eher nicht simpel darstellen. Weiterhin heißt es bei Slashdot, dass viele Präsentationen von der Gliederung und Darstellung her den Zuhörer überfordern, weil mehrere Informationen parallel präsentiert werden, aber nicht parallel aufgenommen werden. Insofern ist durchaus ein Schritt zurück sinnvoll, d.h. die Präsentation ist nicht der eigentliche Inhalt, sondern sie unterstützt nur den Vortrag.

Der abschließende Vorschlag von Klemm ist schon fast genial und durchaus einer Überlegung würdig:

Wer wirklich auffallen will, sollte vielleicht wieder mit nichts anderem als einem Stichwortzettel und einem Stück Kreide vors Plenum zu treten und der Überzeugungskraft seiner blanken Rede oder der Diskussion mit den Anwesenden vertrauen.


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